Wohnraumlüftung WRL

weil immer wieder mal was zu tun ist
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micsch
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Wohnraumlüftung WRL

Beitrag von micsch » Sa 30 Nov 2019 21:51

Hallo zusammen,
Wir wohnen jetzt seit einem Monat in unserem KB Haus. Heute ist mir aufgefallen, dass die Abdeckung (im Wohnraum) der WRL mit Kondenswasser beschlagen ist und natürlich sehr kalt ist. Die WRL war die letzten Tage durchgehend auf Stufe 1 eingeschaltet und im Zimmer hat es eine rel. Feuchtigkeit von ca 50%.
Hat von euch jemand schon einmal das Problem gehabt?
Danke schon einmal für eure Hilfe!
Schöne Grüße

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Re: Wohnraumlüftung WRL

Beitrag von thebigf » Mo 02 Dez 2019 22:30

Das ist bei niedrigen Außentemperaturen leider ganz normal. Wunder wirken, kann auch die Wärmerückgewinnung nicht und daher kühlt das WRL Gerät durch die kalte angesaugte Luft irgendwann so stark aus, dass daran das Wasser aus der Raumluft kondensiert. Bei -15 Grad kann es da auch schon mal richtig rinnen. Da hilft nur zusätzlich Fensterlüften, abwischen und halt schauen, dass es im Haus nicht „zu feucht“ ist.

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Re: Wohnraumlüftung WRL

Beitrag von mxdDanel » Di 03 Dez 2019 06:25

Guten Morgen,

wobei wir die nun dauerhaft ausgeschalten haben.

Ich hatte einen Versuch gestartet und sie auf der höchsten Stufe im Wohnzimmer über Nacht laufen gelassen.
Ich habe den CO2-Wert am Abend und am Morgen gemessen und er war nicht weniger geworden, daher liegt für mich die Vermutung nahe, dass die leider nichts bringt.

lg
Daniel
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Re: Wohnraumlüftung WRL

Beitrag von Xafitsel » Di 03 Dez 2019 08:33

Hallo,

ja auch wir finden die Sinnhaftigkeit der WRL diskussionswürdig - um das mal freundlich auszudrücken.
Wir wohnen nun den 3. Winter in unserem Haus und hatten die WRL bis jetzt maximal ein paar mal eingeschalten. Und das auch nur testweise um zu "sehen", ob die überhaupt was bringt oder eh nur homöopathisch ist. Gefühlt merkt man keinen Unterschied in der Raumluftqualität. Nur an sehr kalten Wintertagen fühlen zugempfindliche Personen wie die Luft kalt an der WRL herunterrieselt.

Daher auch der Dank an mxdDanel, der unser Gefühl nun messtechnisch mit Kohlendioxid Werten untermauert hat! Dass sich die Raumfeuchte nicht signifikant ändert haben wir mit mehreren Hygrometern "bewiesen".

Die WRL gibt es mMn. nur deswegen, damit KB die theoretisch berechneten Wärmekennzahlen schafft. Eh gut, dadurch hat man eine Voraussetzung für die Wohnbauförderung erfüllt...

Was auch noch erschwerend hinzukommt ist, dass man durch die WRL sehr viele Aussengeräusche hört (no na net bei einem Loch in der Wand...). Und dass ab Stufe 2 der Lüfterlärm zu laut ist (persönliches Empfinden).

Wir haben uns daher im Sommer entschlossen, die WRL vom Strom zu nehmen und die Wand zu versiegeln: Dazu haben wir die Wärmetauscher aus der Wand gezogen und hinten und vorne ganz einfach mit zugeschnittenen Stücken einer alten Camping-Iso-Matte versiegelt.
Jetzt hört man dort absolut nichts mehr durch (kein Aussenlärm) und bis jetzt (so richtig kalt war es ja noch nicht in diesem Winter) erwartungsgemäß auch kein Problem mit der Raumfeuchte.
Wir lüften sowieso groß (alle Fenster und Balkon- und Terrassentüren ganz geöffnet) mindestens 2x am Tag und in der Übergangszeit sind auch untertags die Fenster gekippt. Jetzt ist es eher so, dass es schon zu trocken drinnen ist (teilweise unter 40%rH; aber da hilft Wäschetrockner im Wohnbereich aufstellen...).

Langer Rede, kurzer Sinn:
die WRL ist absolut entbehrlich. Gutes Stoßlüften ist völlig ausreichend. Wenn jemand eine Klimaanlage nachrüsten will, hat man eine praktische Mauerdurchführung.

LG!

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