Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Alles rund um die Wohnbau-Planung
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pgartl
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Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von pgartl » Do 10 Mai 2018 09:22

Liebe KB-Gemeinde,

ich habe eine Kaufoption für eine schöne neue Wohnung mit Dachterrasse unterschrieben. Klarerweise träumt man davon irgendwann einmal vielleicht in einem Whirlpool die Abendsonne zu genießen. Leider weigert sich meine Planungsbetreuerin mir dir statische Tragkraft pro m² der Terrasse zu nennen, damit ich weiss, ob ich weiter träumen darf, oder es sich eh bereits ausgeträumt hat :D
Ausserdem überlege ich natürlich auch in Richtung Hochbeet, das ja auch einiges an Gewicht zusammenbringen kann.

Hat jemand vielleicht einen Whirlpool/Hochbeet auf seiner Dachterrasse stehen bzw. die Information von KB über die statische Belastbarkeit erhalten? Im Internet finden sich Informationen über Mindestwerte von 200kg/m² aufwärts allerdings gibts da ja Unterschiede für Balkone, Dächer, Terrassen,... In meinem Fall wäre die Terrasse gleichzeitig Dach einer darunter liegenden Wohnung.

Wäre für Erfahrungen oder Berichte, auch wie oder wen ich anfragen kann um diese Information zu erhalten sehr dankbar!

Ein schönes Wochende und ein gemütliches Zuhause wünsche ich!

Philipp

monterrey
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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von monterrey » Fr 11 Mai 2018 08:22

pgartl hat geschrieben:Liebe KB-Gemeinde,

ich habe eine Kaufoption für eine schöne neue Wohnung mit Dachterrasse unterschrieben. Klarerweise träumt man davon irgendwann einmal vielleicht in einem Whirlpool die Abendsonne zu genießen. Leider weigert sich meine Planungsbetreuerin mir dir statische Tragkraft pro m² der Terrasse zu nennen, damit ich weiss, ob ich weiter träumen darf, oder es sich eh bereits ausgeträumt hat :D
Ausserdem überlege ich natürlich auch in Richtung Hochbeet, das ja auch einiges an Gewicht zusammenbringen kann.

Hat jemand vielleicht einen Whirlpool/Hochbeet auf seiner Dachterrasse stehen bzw. die Information von KB über die statische Belastbarkeit erhalten? Im Internet finden sich Informationen über Mindestwerte von 200kg/m² aufwärts allerdings gibts da ja Unterschiede für Balkone, Dächer, Terrassen,... In meinem Fall wäre die Terrasse gleichzeitig Dach einer darunter liegenden Wohnung.

Wäre für Erfahrungen oder Berichte, auch wie oder wen ich anfragen kann um diese Information zu erhalten sehr dankbar!

Ein schönes Wochende und ein gemütliches Zuhause wünsche ich!

Philipp
Hallo Philipp,

ich habe ebenfalls eine KB Wohnung mit Dachterrasse und mir und Kohlbacher anfangs die selbe Frage gestellt. Nach einigen hin und her wurde mir 300kg/m2 als Wert genannt. Um ein Whirlpool auf die Terrasse zu setzten müsste man also den Bodenaufbau ändern, d.h. die 50x50 Betonplatten entfernen, bei 25kg das Stück bringt das zusätzliche 100kg/m2 und stattdessen einen zusammenhängenden Boden (auf Trägern) aufbauen, der die Last des WP auf eine Größere Fläche verteilt. Schätze für einen WP (je nach Ausführung) solltest mit >1000kg/m2 rechnen. War mir bisher zu aufwendig, aber lass mich wissen wie dein Traum weitergeht [emoji16]

Lg Jochen


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pgartl
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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von pgartl » Fr 29 Mär 2019 14:23

Ich bin dieser Information gefühlt ewig nachgelaufen und wurde von einer Stelle zur Nächsten verwiesen, bis ich ebenfalls die Aussage erhalten hab, dass die max. Belastung 300kg / m² ist. Auf die Rückfrage, dass die baulichen Vorschriften eine min. Tragkraft von 350kg/m² zumindest im Raum Graz vorschreiben schweigt man sich bis her wieder aus. Auch auf die Anforderung der statischen Unterlagen durch meinen Sachverständigen is bis dato noch nichts heraus gekommen. Der nächste Versuch wird dann bei der Übernahme stattfinden. Ich habe einen gerichtlichen Sachverständigen beauftragt die Wohnungsabnahme für mich durchzuführen und ebenfalls alle baulichen Unterlagen anzufordern, die mir rechtlich zustehen. Mal schaun, was da raus kommt.
Ein befreundeter Baumeister hat mir allerdings folgendes erklärt. Das Problem ist oft nicht die Tragkraft der Decke, sondern die Schaumstoffisolierung und Dampfsperre zur darunter liegenden Wohnung. Da die oft aufgeschottert wird, würde durch den erhöhten Druck der Schotter Löcher in die Folie drücken bzw. den Schaumstoff beschädigen und somit undicht werden. Enttäuschend ist wirklich, dass sich von KB niemand bemüßigt fühlt irgendeine verwertbare Antwort zu solchen Fragen geben zu wollen und eher eine Motivation zu spüren ist einen daran zu hindern.
Ich werde das Thema dann in Ruhe angehen, wenn ich einmal eingezogen bin und kann dann sicher berichten, ob und wies möglich geworden is, oder auch nicht ;)
Danke auf alle Fälle für die Rückmeldung!

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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von hfrmobile » Di 09 Apr 2019 09:24

pgartl hat geschrieben:
Fr 29 Mär 2019 14:23
Enttäuschend ist wirklich, dass sich von KB niemand bemüßigt fühlt irgendeine verwertbare Antwort zu solchen Fragen geben zu wollen und eher eine Motivation zu spüren ist einen daran zu hindern.
Nun ja, gekauft und bereits bezahlt ... :wink:

Also wenn da nicht mal ein (gerichtlich beeidigter?) SV was ausrichten kann, wird es beim Traum bleiben ...

Ist das mit den 300 kg/m² vs. 350 kg/m² bestätigt und nur "hören sagen"? Es gibt da so viele "hören sagen", ein befreundeter Baumeister hat gesagt bla bla bla ... G'schichtln ... auch beim Hausbau - z.B. Darf ein Doppel-Carport nur Doppelcarport genannt werden, wenn es eine bestimmte Mindestbreite hat und bei KB "angeblich" paar cm zu wenig usw. usw. usw.
pgartl hat geschrieben:
Fr 29 Mär 2019 14:23
Ich werde das Thema dann in Ruhe angehen, wenn ich einmal eingezogen bin und kann dann sicher berichten, ob und wies möglich geworden is, oder auch nicht ;)
Klingt nach einem Plan bzw. bleibt da auch nichts anders übrig.

Ich habe nachträglich eine Pergola ans Haus angebaut (Metall/Alumnium, mit drehbaren Lamellen) und da habe ich dem Auftragnehmer auf KB verwiesen bzw. gab es da keine wirklichen Probleme, die für die Firma, die notwendigen Informationen/Detailpläne einzuholen.

Bei einem WP auf'ner Dachterrasse stelle ich es mir um ein Eck schwieriger vor, dass zu realisieren bzw. wird es im Endeffekt wohl nicht möglich sein, weder rechtlich noch statisch, behaupte ich mal einfach so.

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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von Tanja.Fellner » Di 23 Apr 2019 15:43

Hallo,

wir haben uns die letzten Monate mit dem selben Thema beschäftigt und haben unseren "Traum" von einem Whirlpool auf der Dachterrasse nun nach dem Ausstattungstermin aufgegeben. :-(

Da wir von mehreren Seiten schon gehört hatten, dass die Belastung bei ca. 300kg /m² liegen wird, wollten wir uns zusätzliche Querstreben zur Erhöhung der Tragkraft einbauen lassen. Bei der Anfrage, ob dies möglich wäre hatten wir den Grund dafür noch gar nicht genannt, trotzdem sofort eine Absage dafür bekommen. Statement der Ausstatterin: "Wenn Sie vorhaben auf der Dachterrasse irgendetwas mit Wasser zu planen, muss ich Sie leider gleich enttäuschen".... Die Gründe die anschließend genannt wurden, haben mich allerdings etwas gewundert, da es nicht an der Tragkraft scheiterte. Anscheinend ist der Terrassenaufbau unabhängig von der Statik des Gebäudes nicht dafür ausgelegt, etwas sehr schweres aufzustellen (die Folie zur darunter liegenden Wohnung könnte durch die Aufschotterung unter den Betonplatten beschädigt werden und Wasser eintreten). ZUDEM bräuchten wir das Einverständnis aller Wohnungseigentümer, da ein Teil der Terrasse zur Allgemeinfläche zähle (<-- verstehe ich immer noch nicht! Warum sollte ein Teil der Terrasse, die nur von unserem Wohnzimmer aus begehbar ist, Allgemeinfläche sein? :?: :?: :?: ).

Kurzum, es wird nun wohl eher eine "leichte" Solardusche werden und kein Whirlpool :-( (<- ist zwar auch "irgendetwas" mit Wasser, aber wenn es regnet, wird es ja auch nass auf unserer Terrasse ;-) )

Eine Frage noch: Muss ich zwischen Wohnzimmer und Terrassentüre bzw. Terrassentüre und Terrasse einen großen Niveauunterschied einkalkulieren? Kürzlich meinte jemand, das seien bis zu 50cm :shock: :shock: :shock:

Lg,
Tanja

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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von hfrmobile » Mo 10 Jun 2019 12:06

Nur Zur Info (hoffe, ich gieße damit kein Öl ins Feuer für die Dachterrassen-Besitzer):
MSpa - Normal-01.jpg
Quelle: https://www.amazon.de/gp/product/B078TJ2BTR/

MartinGraz
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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von MartinGraz » Di 09 Jul 2019 15:26

Grüß Euch!

Gibt es was Aktuelles zu dieser Thematik? Wir haben jetzt auch bei einer Dachterrassenwohnung zugeschlagen und wir haben heuer noch die Ausstattungsphase.

Kohlbacher müsste ja zumindest einen Wert nennen, was die maximale Nutzlast wäre. Was ist wenn man ein Hochbeet aufstellen möchte, einen großen Blumenstock oder eine größere Lounge aufbauen möchte etc....?

Wenn der Gesetzgeber einen Wert von 300kg/m² angibt (Statik) so sehe ich Kohlbacher in der Pflicht, sollte es hier durch eine Abichtung Abweichungen geben, die Kunden mit einem Wert zu informieren!? Einfach zu sagen "man darf nichts schweres aufstellen" ist mir da ehrlich gesagt zu wenig!


Würde mich über Infos freuen - Danke! :)

LG
Martin

monterrey
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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von monterrey » Do 25 Jul 2019 14:50

pgartl hat geschrieben:
Fr 29 Mär 2019 14:23
Ein befreundeter Baumeister hat mir allerdings folgendes erklärt. Das Problem ist oft nicht die Tragkraft der Decke, sondern die Schaumstoffisolierung und Dampfsperre zur darunter liegenden Wohnung. Da die oft aufgeschottert wird, würde durch den erhöhten Druck der Schotter Löcher in die Folie drücken bzw. den Schaumstoff beschädigen und somit undicht werden.
Das scheint des Pudels Kern zu sein. Nach Durchsicht der Einreichpläne ist der Terrassenbodenaufbau das eigentliche Problem. Über der 18cm Stahlbetonplatte liegt die Dampfsperre, dann 28cm Schaumstoffisolierung und darüber einige Folien inkl. Dachabdichtung. Darüber dann 5cm Kies und 5cm Betonplatten. Schwere Lasten drücken somit den Kies in die Dachabdichtung sowie die Isolierung.

Andere Frage/Idee: wenn ich 300kg/m2 belasten darf, dann muss es doch noch eine Reserve für Schneelasten geben, oder? Weiß jemand was hierfür im Raum Graz vorgesehen ist? Wenn ich nun meine Terrasse überdache und somit keine Schneelast mehr auf den Terrassenboden drücken kann, könnte diese Reserve ausgeschöpft werden?

MartinGraz
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Re: Tragkraft Dachterrasse / Whirlpool

Beitrag von MartinGraz » Fr 26 Jul 2019 13:14

monterrey hat geschrieben:
Do 25 Jul 2019 14:50
pgartl hat geschrieben:
Fr 29 Mär 2019 14:23
Ein befreundeter Baumeister hat mir allerdings folgendes erklärt. Das Problem ist oft nicht die Tragkraft der Decke, sondern die Schaumstoffisolierung und Dampfsperre zur darunter liegenden Wohnung. Da die oft aufgeschottert wird, würde durch den erhöhten Druck der Schotter Löcher in die Folie drücken bzw. den Schaumstoff beschädigen und somit undicht werden.
Das scheint des Pudels Kern zu sein. Nach Durchsicht der Einreichpläne ist der Terrassenbodenaufbau das eigentliche Problem. Über der 18cm Stahlbetonplatte liegt die Dampfsperre, dann 28cm Schaumstoffisolierung und darüber einige Folien inkl. Dachabdichtung. Darüber dann 5cm Kies und 5cm Betonplatten. Schwere Lasten drücken somit den Kies in die Dachabdichtung sowie die Isolierung.

Andere Frage/Idee: wenn ich 300kg/m2 belasten darf, dann muss es doch noch eine Reserve für Schneelasten geben, oder? Weiß jemand was hierfür im Raum Graz vorgesehen ist? Wenn ich nun meine Terrasse überdache und somit keine Schneelast mehr auf den Terrassenboden drücken kann, könnte diese Reserve ausgeschöpft werden?

Servus Jochen,

danke für die Aufklärung.
Die Frage mit der maximalen Last ist eben das was ich von Kohlbacher gerne gewusst hätte und was ich auch beim Ausstattungstermin anfragen werde. Die Idee finde ich ganz gut, allerdings -> wo würdest du die Überdachung montieren? Denn die "Steher" dafür wären ja erst wieder auf dem Terrassenboden?

Ich habe eine andere Idee bzw. Frage. Das "eigentliche" Problem liegt allem Anschein nach am Kies der sich in Folien/Abdichtung drückt. Welche Funktion hat denn der Kies? Als Laie vermute ich, dass er nur als "Ausgleich" der darüber liegenden Betonplatten bzw zum sauberen Verlegen dient? 5 cm ist jetzt auch nicht so viel wie ich finde!
Wäre demnach doch sicher auch möglich an Stellen die stärker belastet sind den Kies / die Betonplatten weg zu lassen, sodass eine ebene Auflage auf die darunterliegenden Folien gewährleistet ist? Abgesehen davon wäre in dem Bereich ein Whirlpool auch etwas tiefer, da ich dort auch keine Betonplatten benötige - was ja auch ein weiterer Vorteil und auch weniger Last wäre?
Oder aber auch unter dem Kies eine "stärkere" Isolierschicht (im Bereich des Pools) anbringen, der der Belastung des Kies standhält?
Es gibt sicher Möglichkeiten das Thema mit dem Kies anders zu lösen - aus der Sicht von Kohlbacher ist es verständlich das Thema im Keim zu ersticken - umsetzbar ist es bestimmt.
Vielleicht kennt sich jemand hier im Forum besser mit dieser Thematik aus?

LG
Martin

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